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21.11.2009
Großes Wiedersehenstreffen 2009

Zahlreiche Crews kamen am Samstag, den 21. November nach Wien, um sich gemeinsam an die schönste Friedensflotte aller Zeiten zu erinnern.

Die weiteste Anreise hatten traditionell die Crews der Friedensflotte Bayern (Betreuungszentrum Steinhöring) rund um Franz Wallner hinter sich, aber auch Mirno More Slowenien war vertreten. Ab 16.00 Uhr füllte sich der große Saal langsam, aber stetig. Kurz nach 17.00 Uhr startete das Fest mit einer grandiosen Fotoshow, die Festorganisator und Dokuteam-Leiter Martin Gregor mit viel Einfühlungsvermögen zusammengestellt hatte. Die Fotos zauberten die Stimmung von der Segelwoche im September in den gut gefüllten Saal – und zum Ende gab es tosenden Applaus.

Eröffnet wurde die Veranstaltung dann von Sergeja Kramzar, die auch mit einer äußerst professionellen Moderation durch den ganzen Abend führte, und den beiden Flottenleitern Leo Frey und DI Michael Fuchs MBA. Sie kündigten den neuen Film an, der das Publikum die nächste Viertelstunde in Atem hielt. Die auction TV (München) hat es mit diesem Film auf faszinierende Weise geschafft, den Zauber der mobilkom austria friedensflotte mirno more 2009 und die Begeisterung aller Menschen, die dabei sein konnten, einzufangen und festzuhalten. Noch nie ist es einem Film von der Friedensflotte gelungen, sogar die Fest-Moderatorin tränenbedingt – fast – außer Gefecht zu setzen…..

Obmann Christian Winkler bedankte sich im Anschluss bei Allen, die zum Wiedersehenstreffen und zur Friedensflotte selbst beigetragen hatten. Stellvertretend für die vielen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen holte er Leo Frey und DI Michael Fuchs MBA noch einmal auf die Bühne und bedankte sich persönlich für deren unermüdlichen Einsatz. Was Leo Frey betrifft, erwähnte Winkler die wirtschaftliche Gesundung des Vereins ab dem Jahr 2000 durch die Hauptsponsoringvereinbarung mit der mobilkom austria und durch die vielen weiteren Sponsoren, die er für das Projekt gewinnen konnte. Bei DI Michael Fuchs MBA ging Winkler neben dem Aufbau und der Leitung des Safety Teams auch auf die zahlreichen organisatorischen Entwicklungsschritte ein, die Fuchs initiiert hatte und ohne die dem Projekt wohl kaum die großen Erfolge der letzten Jahre gelungen wären.

Danach kündigte Winkler nach 15 Jahren Aufbauarbeit seinen bevorstehenden Rückzug als bezahlter Geschäftsführer und ehrenamtlicher Obmann an. Das Projekt und der Verein, so argumentierte Winkler, seien jetzt so gut aufgestellt, dass er sich die Freiheit nehmen wolle, sich mehr um seine Familie kümmern zu können. Er lud die anwesenden Teammitglieder ein, sich zu überlegen, ob die Weiterführung der Bürotätigkeit im Vereinsbüro für jemanden von ihnen als berufliche Option in Frage kommen könnte - diesbezügliche Anfragen wären bitte an das Vereinsbüro zu richten. Abschließend kündigte Winkler an, in einem ruhigeren Bereich weiterhin für die Idee Mirno More tätig sein zu wollen und vielleicht nach einer längeren Auszeit und Erholungsphase die Arbeit an der Realisierung der "Weltfriedensflotte" aufzunehmen: nach dieser Idee würde ein Schiff in Triest auslaufen und in jedem Land, in dem es anlegt, würde ein weiteres Schiff dazu kommen, bis die Weltfriedensflotte fünf Jahre und eine Weltumsegelung später mit hundert Schiffen zurückkommen würde….

Nun ging es mit dem Fest aber erst richtig los.

Die Bayern-Crews unter der Führung von Franz Wallner lieferten den ersten spektakulären Programmbeitrag. Ein Show-Act unter Einbeziehung des gesamten Publikums brachte den ganzen Saal zum Tanzen und Mitmachen, und der Bayern-Franz bewährte sich einmal mehr nicht nur als begnadeter Entertainer, sondern auch als beeindruckender Verwirklicher der Mirno More-Idee von Freundschaft und Gemeinsamkeit quer über alle ethnischen und sozialen Grenzen. Viele Teilnehmerkinder hatten ihre Eltern mitgebracht, und die staunten nicht schlecht über das, was sie da erlebten: Mirno More-Feeling pur – authentisch, überzeugend, mitreißend….

Die Kinder der Sozialwohngemeinschaft Pronegg aus dem Südburgenland schleppten wenig später eine ganze Menge Trommeln auf die Bühne. Ein Percussion-Programm, das schon während der Flotte unter der Leitung des chill-out Obertrommlers Hermann Hombauer eingeübt worden war, versetzte das "Haus der Begegnung" in rhythmische Schwingungen. Mit erstaunlicher Präzision hielten die Kinder den Takt und vertieften die Performance zusehends bis zum "Finale Furioso", das zu Applausstürmen führte.

Die Mandoline von Sonja Sagan – ihres Zeichens Pressesprecherin von Mirno More – war darauf ein melodischer Kontrast, wie er passender nicht hätte sein können. Das bekannte Lied "Stand by Me" war schon bei der Flotte selbst nicht nur ein Höhepunkt beim Friedensfest gewesen, sondern war auch bei den diversen Abschlussfeiern am letzten Abend der Flotte immer wieder erklungen. Auch beim Wiedersehenstreffen wurde der Mirno More-"Spirit" wieder fühlbar: während die Mandoline mediterrane Erinnerungen weckte und Hermann Hombauer gemeinsam mit Leo Frey an der Trommel den Takt vorgab bewies Sergeja Kramzar, dass sie nicht nur moderieren, sondern auch ausgezeichnet singen kann, und der Refrain wurde dann auch wirklich von Allen im Saal kräftig mitgesungen.

Danach wurde das Buffet eröffnet. Die Firma Radlberger hatte eine große Ladung Getränke kostenlos zur Verfügung gestellt und das Restaurant MAX ein tolles Buffet zubereitet. Erstmals war diese Institution beauftragt worden weil die Preise und die Qualität stimmen und weil dort auch Jugendliche beschäftigt werden, die es im Berufsleben nicht leicht haben.

Im Clubsaal war der Infopoint aufgebaut und wurde zeitgleich mit der Buffet-Eröffnung gestürmt. Die brandneue Mirno More-DVD 2009 wurde hier an TeilnehmerInnen und Teammitglieder abgegeben. Dazu gab es Gelegenheit, Startnummern und Flaggen zurückzugeben, und Wünsche und Kritik zu äußern. Die Kinder nutzten den zusätzlichen Raum aber auch – nachdem ein "Geheimgang" zum großen Saal entdeckt worden war – zum Fangen spielen, und die Stimmung wurde noch fröhlicher und ausgelassener.

Da kam es gerade richtig, dass der letzte Höhepunkt des Festes bevorstand: der Auftritt der Jugendband "DEV – Die ewige Vorband". Die Leadsänger Nico Winkler (Sohn von Obmann Christian Winkler und Flottenteilnehmer mit der Greenpeace-Crew 2006) und Julian Probst wechselten sich bei Schlagzeug und Gesang ab und boten gemeinsam mit zwei Gitarristen eine packende Performance mit anspruchsvollen Texten und einer Musikrichtung, die irgendwo im Umfeld von "Die Ärzte" angesiedelt ist. Die Zugabe war hitverdächtig und der Titel durchaus Mirno More-kompatibel: "Wir sind Freunde"…leider hatten die Burschen (alle im Alter von 15 Jahren) nicht genug CD´s mit, um zahlreiche neue Fans damit zu versorgen, aber bestimmt wurde da eine Menge Telefonnummern ausgetauscht und für zukünftige Konzerte wird dann auch eine große Zahl CD´s verfügbar sein.

Sehr zufrieden packte dann "Die ewige Vorband" ihre Instrumente ein: für den ersten Auftritt auf einer richtigen Bühne hatten die Burschen sich wirklich gut gemacht.

Viele Gespräche fanden an diesem Abend noch statt. Kontakte wurden gepflegt, Pläne geschmiedet, Ideen ausgetauscht und auf einigen Tischen standen Laptops, auf denen interne Fotos der jeweiligen Crews gezeigt wurden.

Gegen 21.00 Uhr verabschiedeten sich die ersten Gäste und langsam ging das Fest zu Ende. Alle waren sich darin einig, dass dieser Abend mit Recht als das schönste Wiedersehenstreffen aller Zeiten bezeichnet werden konnte.

Wir danken:

Die gesamte Licht-, Video- und Tontechnik, die wie gewohnt höchsten Ansprüchen gerecht war, wurde auch dieses Jahr wieder kostenlos von Ing. Volkmar „Volki“ Theil und seiner Firma Soundproduction aufgebaut bzw. zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus sorgte die Technik auch noch erstmals für die komplette Ton- und Bildaufzeichnung, die später Verwendung finden soll. Die ganze kostenlos abgewickelte Technik stellt einen hohen Gegenwert dar, der die Soundproduction zu einem der wichtigsten Sponsoren von Mirno More macht.

Die Mirno More Helfercrew sorgte für Dekorationen, Infotisch, Rücknahme von Startnummern, Getränkeausgabe und viele weitere Details: die roten Poloshirts waren allgegenwärtig und deren TrägerInnen wie immer freundlich und allzeit hilfsbereit.

Das Safety-Team wiederum hatte nicht nur die von Radlberger gespendeten Getränke aus Niederösterreich angeliefert, sondern achtete – wie gewohnt unauffällig, aber umso kompetenter – auf die Sicherheit der jungen und älteren Gäste. Zum Glück wurden die "Streifenhörnchen", wie sie teamintern wegen ihrer Poloshirts gern genannt werden, sicherheitstechnisch kaum benötigt, denn trotz dem oben geschilderten äußerst lebhaften Ablauf des Abends gab es keinerlei Zwischenfälle.

Fotografiert hat Bernhard Siquans.

Und wie gesagt: hauptverantwortlich für den großen Erfolg war Festorganisator Martin Gregor!

Wir danken allen fürs Kommen und Mitmachen und freuen uns auf ein Wiedersehen bei der "Boot Tulln 2010", dem Sommerfest, der nächsten Flotte oder einer anderen Veranstaltung. Die große Mirno More-Familie wächst weiter!

 

 

 
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