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Es ist vollbracht. Die mobilkom friedensflotte mirno more 2002 ist heil zurück. Wie immer ein tolles Erlebnis für alle - und doch, diesmal war's etwas anders!
10-Jahre danach
Begonnen am 14. September 2002 hat die diesjährige Flotte auf den Tag genau zehn Jahre nach dem Beginn der ersten kleinen Flotten-Erkundungsfahrt in die kroatische Adria im Jahr 1992 geendet. Ein besonderes Ereignis, das der Abschlußfeier dieses Mal einen eigenen Aspekt gegeben hat. Die war heuer - auch das anders als in den Vorjahren - in Rogoznica in der Marina Frapa.
Und noch ein bißchen größer
39 Schiffe mit 330 TeilnehmerInnen aus 20 Ländern - eine wahre Rekordgröße bei der 10-Jahre-Jubiläumsflotte.
Mit dabei: sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche aus Österreich Kinder und Jugendliche anderer Nationalitäten insbesondere aus den Balkanländern Kinder aus gesicherten Verhältnissen (gegen einen Kostenbeitrag)
Und für die Betreuung unsere nicht klein zu kriegenden: LehrerInnen und SozialpädagogInnen SkipperInnen Doktor BetreuerInnen von selbstorganisierten Crews Funkleitstelle Organisationsteam Flottenzeitung
Auch das ORF-Team hat uns heuer wieder begleitet. Seine Beiträge wurden in ORF und 3Sat ausgestrahlt.
Und wo segelten sie?
Die Wasser der Kornaten waren dieses Jahr nicht sicher vor der Flotte unter dem Friedenszeichen. Genau sind wir dieser Route gefolgt:
14.9. Anreise zu den diversen Marinas 15.9. Alle Boote segeln nach Zut 16.9. Von Zut einen Katzensprung nach Sali 17.9. Von Sali in die Piskera - aber bitte in Formation 18.9. Auf nach Skradin 19.9. Und zum Schluß noch nach Rogoznica 20.9. Time to say goodbye ...
Samstag, 14. Sept 2002: "Jetzt geht's los!"
Kinder, Taschen, Hunde, Pappkartons und etliche Motorräder - 07:30 Uhr am Westbahnhof. Der Konvoi der mobilkom friedensflotte mirno more 2002 formiert sich in Wien.
Eskortiert von einer Abordnung der "Toy Run" Biker setzen sich die TeilnehmerInnen aus Wien und Niederösterreich Richtung Adria in Bewegung. In Arnwiesen stoßen die Crews aus der Steiermark dazu und genießen das Frühstück in der dortigen Autobahnraststation.
Zwölf Stunden Busfahrt später sind Boote und Kojen bezogen.
Nach einer ersten Nacht auf schwankenden Planken geht's morgen unter Segeln auf zum Treffpunkt in Zut.
Sonntag, 15. Sept. 2002: "Wo ist Zut?"
39 Schiffe der mobilkom friedensflotte mirno more 2002 zieht es aus den Heimathäfen zur Marina auf der Insel Zut.
Mit wenig Wind zu Beginn können alle die ersten Segelmanöver eintrainieren. Ziemlich sinnvoll, wehen doch bald 25 Knoten Wind und bringen die Boote in Schräglage - kein ganz leichter Einstieg. Trotzdem kommen alle wohlbehalten, fröhlich und rechtzeitig zur großen Begrüßung zusammen.
330 Teilnehmer bevölkern die Marina Zut und 39 Friedensflaggen wehen von den Booten!
Montag, 16. Sept. 2002: "Die Flotte tanzt"
Auf geht's nach Sali - ein kleiner Ort, gleich um's Eck. Nachdem's nicht weit ist, die Sonne scheint und der Wind auch nur ein wenig weht, bleibt ausreichend Zeit zum Baden.
Auch die gestrigen Segelmanöver können gut noch geübt werden, bevor's ab 15:00 Uhr dann das erste "Landprogramm" gibt. Zwischen Fußball und Salsakurs können sich die Sportlichen entscheiden, wer's weniger aktiv mag kann sich gemütlich ein Henna-Tattoo machen lassen.
Genau richtig, um sich fit und geschmückt bei der abendlichen Steg-Disko zu zeigen.
Dienstag, 17. Sept. 2002: "Auf los geht's los!"
Der große Tag des Formationsfahrens!
39 Schiffe in einen Pulk bringen - schlimmer als einen Sack Flöhe hüten!
Mit leichter Verspätung tummelt sich die Flotte vor dem Leuchtfeuer von Sestrica. Vom Rahsegler bis zum Katamaran geht ein Segel nach dem andern in die Höhe. Alle Schiffe zischen auf's offene Meer. Wende und retour! 40 Minuten echtes Flottenerlebnis.
Dann auf in die Piskera, denn dort wartet schon das Wasserskiboot!
Mittwoch 18. Sept. 2002: "Auf nach Skradin"
Nach einer wunderbaren Mondnacht mit stillem Meer in der Piskera geht's weiter Richtung Skradin und zu den Krker Wasserfällen.
Zwischen dutzenden kleinen Inseln verteilen sich die Boote auf dem Weg zur Einfahrt in den Krker Fluß. Bei ruhigem Meer ist ausreichend Zeit zum Relaxen, Sonnenbaden und Knoten Üben.
Auch unser Flottendoktor kommt zum Einsatz, beisst sich doch ein Teilnehmer im wahrsten Sinne des Wortes an den Knoten "den Zahn" aus. War aber halb so schlimm.
Vorbei an Sibenik schippert die Flotte den engen Weg nach Skradin rauf. Manche mühen sich mit den Segeln, andere verleitet die Aussicht auf den Ausflug zu den Wasserfällen doch zum Motoren. Die werden dann auch von fast allen Teilnehmern besichtigt und gewürdigt.
Der Abend bringt uns noch ein Jugendforum - Zeit und Raum für direktes Lob und Kritik an den OrganisatorInnen. Auch die Chance auf ein gemütliches "Crew-Essen" in den Konobas von Skradin wird von einigen genutzt.
Es ist ja auch der letzte Abend vor dem großen Fest.
Donnerstag, 19. Sept. 2002: "Come and party..."
Ein Tag für Frühaufsteher.
Schon um 07:30 legt die Flotte ab. Besonders hart für die Redaktion unserer Flottenzeitung "boardletter", hatte die doch am Vorabend bis 03:00 Uhr in der Früh, getextet, verbessert, layoutiert, gedruckt und das Produkt gefaltet. Die Belohnung dafür war ein toller Anblick der Flotte, beim Passieren der Brücke von Sibenik und ein toller Segeltag.
Unter Segeln auf dem Weg nach Rogoznica wird noch fleissig an den Beiträgen für das Abschlußfest am Abend geprobt und das sehr erfolgreich. Die Marina Frapa und wir sehen ein reines Feuerwerk an Beiträgen. Von Rap zu Breakdance, von slowenischer Popmusik bis zum Mister Mirno More 2002.
Freitag, 20. Sept. 2002: "Time to say good-bye"
Die Crew der "Recht so" sind die ersten an diesem Freitag. Aber nach und nach verlassen alle Boot die Marina und machen sich auf den Heimweg. Letzte Chancen zum Adressenaustausch werden genutzt, Telefonnummern weitergegeben, E-Mails versprochen und dann geht's los. Das war die mobilkom friedensflotte mirno more 2002 - toll war's, Spaß hat's gemacht!! Und wir sehen uns beim Wiedersehensfest!
Stimmen von der mirno more:
"Trotz unterschiedlicher Herkunft fühlten wir uns auf unserem Boot keine Minute als Heimkinder. Das Tollste war, dass ich nie ein blödes Wort über die Behinderungen der Kinder auf unserem Boot gehört habe. Ich hoffe, dass alle das Erlebte auch zuhause weiterleben und -tragen." Katrin, 14 J.
"Uns fällt gar nicht auf, dass unsere Partnerkinder aus der Wohngemeinschaft anders sind als wir. Wir haben gemeinsame Vorbilder beim Sport, kaufen die Kleidung in den gleichen Geschäften, singen die gleichen Lieder und können über die gleichen Schmähs lachen! Am tollsten für uns ist, wenn wir ihnen gemeinsam beim Lernen und überhaupt helfen können." Sven, 13
"Ja, es is eh leiwand! Voll krass, dass alle z'samhalten! Geiles Feeling für'n Frieden zu segeln!" Crew der Branimir
"Das ist die geilste Woche in meinem Jahr!" Stimme auf dem Steg in Skradin.
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