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18.09.2004
mobilkom austria friedensflotte mirno more 2004

Unsere Friedensflotte ist unglaublich bunt und vielfältig !

Es sind viele Menschen aus anderen Ländern dabei, es sind Menschen dabei die anders aussehen und die sich anders benehmen, es sind Menschen dabei die andere Sprachen sprechen, und vielleicht sind auch Menschen dabei um die wir in unserem normalen Alltagsleben einen Bogen machen würden – denen wir also ausweichen würden - weil wir ihnen nicht begegnen möchten.

Unsere Friedensflotte ist ein großes buntes Abenteuer, bei dem wir diese "Anderen", denen wir sonst vielleicht ausweichen, kennenlernen können.

Das ist vielleicht nicht ganz einfach, aber der Wind und die Sonne und die Freiheit des Meeres und unser gemeinsames Mirno More - Zeichen helfen uns dabei, weil sie unser Herz öffnen…..

Und weil unser Herz und unsere Seele hier an dieser wunderschönen Küste offen und frei ist kann es uns passieren dass alles was wir uns jemals über die sogenannten "Anderen" gedacht haben plötzlich ins Wasser fällt und verschwunden ist.

Was dann entsteht ist dieses – eigentlich unbeschreibliche – Mirno More Feeling – die Seele dieser Friedensflotte, ein Gefühl das wir bei den gemeinsamen Veranstaltungen und Fahrten, aber auch am Abend in jedem Hafen spüren können: wir sind so verschieden, aber wir können trotzdem Freunde sein !

 

Die mobilkom austria friedensflotte mirno more 2004 segelte unter einem guten Stern

Die Flotte wurde als Sternfahrt durchgefĂĽhrt sodass in der Wochenmitte alle 51 Schiffe 2 Tage lang zusammen waren.

Die restlichen Tage fuhren die Organisationsschiffe auf einer vorbestimmten Route und jeweils 1/3 bis 2/3 der weiteren Schiffe waren mit dabei – entschieden wurde das je nach den Bedürfnissen der TeilnehmerInnen.

Die TeilnehmerInnen waren zum größten Teil aus sozial benachteiligten Verhältnissen und stammten aus 20 verschiedene Nationalitäten.

Die ganze Woche – der Verlauf:

Samstag, 18. 9.: Anreisetag - verschiedene Ausgangshäfen (Raum Zadar – Sibenik)

Verabschiedung des Anreisekonvois mit TeilnehmerInnen aus Ostösterreich durch Bundespräsident Dr. Heinz Fischer am Wiener Westbahnhof.

Weiters kommen zur Verabschiedung: Frau Stadträtin Renate Brauner, Herr Dr. Boris Nemsic (Generaldirektor Mobilkom Austria und Ehrenpräsident von Mirno More) und Herr Peter Surovic, Ehrenobmann von Mirno More.

Der Konvoi wird von den Toy-Run-Bikern bis zur Südautobah begleitet und fährt zunächst bis zur Raststation Arnwiesen, die alle TeilnehmerInnen zum Frühstück eingeladen hat.

Danach gibt es noch Lunchpakete zum Mitnehmen, die weitere Reise verläuft ohne Zwischenfälle und die letzten Kinder erreichen um 22.00 Uhr ihr Schiff.

 

Sonntag, 19. 9.: verschiedene Ausgangshäfen >>> Insel Zut

Am Sonntagmorgen werden bei strahlendem spätsommerlichem Wetter in den zahlreichen Ausgangshäfen die Mirno More - Friedensflaggen aufgezogen und die Schiffe nehmen Kurs auf die Inselwelt im Raum Zadar.

Bei leichtem Wind können die Kinder und Jugendlichen erste Segelerfahrungen machen.

Auf der Insel Zut gibt es nur Natur: herrliches Badewasser, Schnorcheln, Wettpaddeln oder einfach nur Leute kennenlernen steht am Programm.

Am Abend gibt es eine erste BegrĂĽĂźung der anwesenden TeilnehmerInnen sowie Musik am Strand mit Gitarren und Trommeln.

 

Montag, 20. 9.: Insel Zut >>> Insel Piskera (Kornati- Nationalpark)

Wieder ein wunderschöner Tag.

Die Kinder und Jugendlichen – anfangs vielfach noch unsicher – tauen langsam auf.
Nur ein kleiner Teil der Flotte liegt in Piskera, der Rest verteilt sich auf die zahlreichen Buchten und Ankerplätze in den Inseln vor Sibenik.

Hier wird gegrillt, gesungen und gelacht und ĂĽber die Reling hinweg entstehen bereits viele neue Freundschaften.

 

Dienstag, 21. 9.: Insel Piskera >>> Skradin (Am Krka-Fluss bei Sibenik)

Heute erscheint erstmals die Flottenzeitung Boardletter mit aktuellen Berichten.

Am Nachmittag liegen erstmals alle Schiffe gemeinsam im malerischen Hafen Skradin am Flusslauf der Krka.

Der dortige Nationalpark hat zur kostenlosen Besichtigung eingeladen.

Dazu gibt es zahlreiche Aktivitäten von Bodypainting über Ballspiele bis zur Buttonproduktion.

Das Programm hilft den Kinder und Jugendlichen sich kennenzulernen.

Am Abend treffen sich alle Skipper zu einem Informationsmeeting für den nächsten Tag – für die Kinder wird inzwischen eine Disco organisiert.

 

Mittwoch, 22. 9.: Skradin >>> Tribunj (bei Vodice)

Das Friedensfest im pdf-Format

In der Früh legen alle Schiffe gemeinsam ab und bilden eine Formation die den Fluss Krka hinunterfährt.

Vorbei an der Stadt Sibenik geht es hinaus aufs Meer und es werden gemeinsam die Segel gesetzt.
Am Nachmittag legen die Schiffe in der Stadt Tribunj an.

Dort wird für die Beiträge zum Friedensfest geprobt das um 19.30 beginnt.

Am Platz bei der Brücke zur Altstadt – auf den Stufen zur Kirche – führen die Crews von den Schiffen ihre Beiträge vor.

Bosnische und kroatische Lieder, slowenische Schattenspiele, Breakdance, Rap und vieles mehr stehen am Programm und danach spielt die Band „Tex Mex“ aus Sibenik – der ganze Platz tanzt.

 

Donnerstag, 23. 9.: Tribunj >>> Murter

Der zweite Boardletter, wieder mit aktuellen Berichten.

Am Morgen Verabschiedung für alle weil die Flotte jetzt wieder auseinanderstrebt – einige Schiffe haben einen weiten Heimweg. Das bisher wunderbare Wetter schlägt um und der Himmel bewölkt sich. Die Kinder sind traurig weil der Höhepunkt vorbei ist – aber es sind ja noch 2 Tage Segeln.
Wegen dem starken südlichen Wind der den vorgesehenen Hafen Sali unsicher macht wird die Flotte per Funk nach Murter umgeleitet. Auch hier wird gesungen und in vielen Gesprächen vertiefen sich neue Freundschaften.

 

Freitag, 24. 9.: Murter >>> verschiedene Ausgangshäfen

Am letzten Segeltag fahren alle Schiffe in Richtung ihrer Ausgangshäfen - aber am frühen Nachmittag beginnt die berüchtigte Bora in Sturmstärke zu wehen. Zum Glück sind alle SkipperInnen so erfahren dass sämtliche Boote planmäßig und sicher ihre Heimathäfen erreichen. Am Abend wird gepackt und – schade, schade! – die letzte Nacht am Schiff beginnt.

 

Samstag, 25. 9.: RĂĽckreisetag

Ab 7 Uhr FrĂĽh sind die Busse des Konvois in Richtung Heimat unterwegs.

Die Bora weht noch immer so stark dass die neu erbaute Autobahn hinter Zadar für den verkehr gesperrt ist – die Busse müssen den mühsamen und langen Umweg über die alte Pass-Straße am Velebit in Kauf nehmen.

Die letzten Kinder erreichen daher erst um Mitternacht den Wiener Westbahnhof.

 
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